VER- oder BEmerk-/DENkensWERT

Freitag, 31. Juli 2026

Der unscheinbare Funke

Über- oder bedenkenswert (Pt. 36)

Diesen Eintrag schreibe schrieb ich komplett im Stehen. Ich mag das Stehen beim Tippen mittlerweile sehr gerne. An jedem Bürotag stehe ich – (spätestens) seitdem ich vor etwa über einen Jahr ein circa 80 %iger Rohveganer geworden bin –, den ganzen Vormittag zumindest, und scheiße somit auf das dämliche Sesselfurzerklischee. Erst zur Mittagspause wird der Tisch nach unten bugsiert. Vor geraumer Zeit, einige Wochen ist es mittlerweile her, habe ich mein ›Heim-Setup‹ ebenfalls geändert und stehe ergo nun auch zu Hause (im Homeoffice) bis zum Lunch Break. Der Einfluss auf mein privates beziehungsweise persönliches ›Herumwerkeln‹ schlich sich durch die Umgestaltung meiner Räumlichkeiten sozusagen von alleine ein. Ich tausche fortan lediglich den Laptop aus; der berufliche Rechner weicht der guten T'Sally [Werbelink]. Und so stehe ich erneut sehr oft, ich will sogar behaupten: nahezu überwiegend. Es gibt nur wenige Ausnahmen, zum Beispiel wenn ich (›Abendbrot‹) esse und dabei eine Serie anschaue, oder wenn ich mich echt mal faul auf meine neue Couch lümmele, um mir irgendwelche bewegten Bilder genüsslich reinzuziehen; ab und an auch für eine aufmerksame Lektüre. Tatsache ist indes, dass ich meine privaten Tage vor dem Schirm gefühlt zu 80 % im Stehen verdinge und es bisweilen sehr zu lieben gelernt habe. Summa summarum hat sich in mir ein neues Feuer entfacht, das ich nicht mehr missen will.

Mittwoch, 6. Mai 2026

Auf in den Glaubenszug!

Über- oder bedenkenswert (Pt. 35)


Es gibt kein ›Was, wenn ...‹ mit G*tt.
Falls du heute zum ersten Mal hier bist und/oder dem Eingangssatz nicht recht ›Glauben‹ schenken magst, wäre ich froh, wenn du dein Herz für einen Moment öffnen könntest, um der Sache eine ehrliche Chance zu geben. Mit Aufmerksamkeit. Mit Verstand. Lauschend. Hörend. SEIN Flüstern ist tatsächlich allgegenwärtig. Wenn dir was in deinem Leben fehlt, wenn du zweifelst, wenn du ängstlich bist, dann sei es gut, weil der HERR stets geduldig mit dir ist. Mit jedem von uns. ER empfängt dich mit offenen Armen. ER wartet darauf, dass du mit IHM sprichst. Selbst wenn du das nicht begehrst, weil es dir zu früh oder überaus unnötig erscheint, so will ich dir versichern, dass sämtliche Antworten in SEINER Heiligen Schrift liegen. Greife danach. Nur Mut. Pflücke sie wie einen neuen Tag. Sofern du es tust und du während der Lektüre (oder eventuell bei einem späteren Gebet) etwas bedeutsames fühlst – gegebenenfalls sogar ein Quäntchen Hauch, der realer wirkt, als alles bisherig Erlebte –, schreit dein erster Versuch nach einem zweiten, ruft nach dem Dranbleiben.

Sonntag, 1. Februar 2026

Malzeichen oder Siegel?

Über- oder bedenkenswert (Pt. 34)


›Ist dies nicht verborgen bei mir, versiegelt in meinen Schätzen?‹
5. Mose 32, 34 (AT, Elb. 1871, unrev.)

Ein weiterer Tag begann. Wie an jedem Anfang der vergangenen fünf Tage, so riss auch dieser mich aus dem Schlaf mitsamt meinen Träumen. Drei Wecker sorgten dafür, dass mein Schlaf ein abruptes Ende fand und mein Traumzustand sich jäh in luftige Höhen verflüchtigte. Drei unbarmherzige Wecker, die seit nahezu einer Woche auf die gleiche Uhrzeit gestellt sind und unermüdlich ihren Dienst verrichten. Ein Dienst, auf den ich – seltsam mag es sich anhören – froh und mit befreitem Gewissen auf sämtlich verstrichene Morgen zurückblicke. Ganz besonders an die Morgen von Sabbaten. An Sabbaten, das sei anzumerken, stehe ich bereitwillig und darüber hinaus gerne zeitig für die Andacht, die Bibelstunde und die Predigt auf.

Sonntag, 6. Oktober 2024

Eine Rezension in neun Absätzen

Ver- oder bemerkenswert (Pt. 24)


[1] Das Hinterlassen einer Rezension zu einer Anthologie kann sehr schnell heikel werden. Der offensichtlichste Grund für die Brisanz des Unterfangens liegt im griechischen Wortmorphem begraben. Dabei ist es einerlei, ob die Blütenlese aus der Feder eines Schöngeistes stammte oder eine Textsammlung von unterschiedlichen Schreiberlingen herangezogen wurde. Im vorliegendem Fall sind/waren es 9 Verschriftlicher von Worten, wobei der dominierende Anteil im Geschlechterverhältnis mit 2 zu 1 klar abgesteckt wurde [sic!], was sicherlich nicht beabsichtigt war. Trotzdem: Frauen lesen erwiesenermaßen mehr [Bücher] (als Männer) – also [...] daher lassen wir das.

Montag, 19. Juni 2023

Der vermaledeite Gedankenstrich

Über- oder bedenkenswert (Pt. 33)

Einst hatte ich mal das 10-Finger-System auf der Schreibmaschine gelernt. Die ersten Gehversuche unternahm ich auf einer mechanischen [s. Abb./leider verriegelt (+ Schlüssel nicht auffindbar)], die weiteren – auch die schulischen – auf einer elektrischen, also einer Apparatur, die den Saft aus der Steckdose bedurfte. Die mechanische Maschine (. . .) war keinesfalls ein Klassiker stammend aus dem Hause Underwood und die elektrische Variante hieß auch nicht Erika, sondern war eher eine Olympia oder vielleicht auch ein Fabrikat von AEG oder gar IBM. Um ehrlich zu sein, kann ich mich nicht mehr an die Marke(n) erinnern, und ich denke, ich kann mit dieser Gedankenlücke relativ behaglich bis ans Ende meiner Tage leben.
Auch ohne einer expliziten Zeitangabe meinerseits – ich gebe sie (aus oder an): es war frühestens 1992 und spätestens 1993 (1992–1993) –, ist ein unumstößlicher Fakt zu nennen: auf Schreibmaschinen gab es keinen ›Gedankenstrich‹; der Halbgeviertstrich existierte nicht, es gab nur den ›Divis‹ – den ›Kurzstrich‹ (Viertelgeviertstrich). Das ›streckende Exemplar‹ war seinerzeit auch noch gar nicht in der Norm für Schreib- und Gestaltungsregeln (DIN 5008) vorgesehen. Erst mit der Änderung der ›(Schreib-)Verordnung‹ 1996 nahm man Bezug auf das computerbasierte ›Tippen‹, das eben einen Langstrich ermöglichte. Ich lernte ergo meine Tugenden in einer Periode, die vom Umschwung betroffen war. Mehr eigentlich noch, aber das spielt an dieser Stelle keine sonderliche Rolle – oder darf ich statt ›dass‹ noch ›daß‹ schreiben? Wer will so etwas ›zur Zeit‹ (richtig: ›zurzeit‹) – gemeint in den aktuellen Zeiten – noch lesen wollen? Ich bitte meine letzten zwei Fragesätze daher zu entschuldigen. Ich hatte beim Schreiben laut gedacht, das kommt gelegentlich (bei mir) vor . . . 

Sonntag, 4. Juni 2023

Der Weg der Verlorenheit

Über- oder bedenkenswert (Pt. 32)

Kürzlich war ich drauf und dran einem Chatbot, der künstliche Intelligenz zum Einsatz bringt [im Nachfolgenden "KI(s)" abgekürzt] - explizit (hier): ChatGPT -, zu fragen, wie man den Weg der Verlorenheit umkehren kann, auf dem sich so viele Menschen befinden. Ich ließ aus zweierlei Gründen davon ab. Der erste Grund war der, weil ich die Antwort schon kannte, auch wenn ich grundsätzlich KIs nur Fragen stelle, wenn ich die Antwort oder eine Lösung für mich schon gefunden hatte, ganz einfach um sie/diese herauszufordern. Der zweite Grund ergibt sich mit oder aus dem ersten. In einem fiktiven Gespräche würde ich so lange neue Formulierung finden (müssen), bis ich mich am Ende bestätigt wissen würde. Mit anderen Worten: der schriftliche Austausch mit KIs ist nicht minder komplizierter als das Schwadronieren mit dem Nachbarn von nebenan, um es mal in oder mit einer gewissen Semi-Konkomitanz auszudrücken.